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Hinweise zur Veraschung in Steiners Landwirtschaftlichem Kurs



In seinen landwirtschaftlichen Vorträgen hat Rudolf Steiner die Methode der Veraschung in Zusammenhang mit Unkräutern und tierischen Schädlingen angesprochen. Im sechsten Vortrag ging es um das Thema Das Wesen des Unkrautes, der tierischen Schädlinge und der sogenannten Pflanzenkrankheiten vor dem Forum der Natur.

R. Steiner sprach über die Veraschung von

Unkrautsamen:
Wir sehen, wie das Unkraut kommt in einem Jahre. Da müssen wir halt die Sache mal hinnehmen, nicht erschrecken, sondern uns sagen, nun heißt es eingreifen. Jetzt aber sammeln wir von diesem Unkraut eine Anzahl von Samen, dasjenige also, worin sich die Kraft, von der ich gesprochen habe, zuletzt abgeschlossen hat. Wir zünden uns nun eine Flamme an - eine einfache Holzflamme ist am besten - und verbrennen diese Samen und sammeln sorgfältig alles, was sich als Asche ergibt. Wir verschaffen unsUnkraut verhältnismäßig wenig auf diesem Wege von dieser Asche. Aber wir haben ja jetzt buchstäblich bei denjenigen Pflanzen, die wir so behandelt haben, indem wir den Samen haben durchs Feuer gehen lassen, in Asche verwandelt haben, in der Asche konzentriert die entgegengesetzte Kraft von dem, was entwickelt wird in der Anziehung der Modenkräfte. Streuen wir nun - wir brauchen gar nicht besonders sorgfältig vorzugehen, da die Dinge im großen Umkreise wirken - dieses kleine Präparat, was wir auf diese Weise aus den verschiedensten Unkräutern uns verschafft haben, auf unseren Acker, dann werden wir schon im zweiten Jahre sehen, wie weit weniger von der Unkrautart da ist, die wir so behandelt haben. Es wächst nicht mehr so stark, und da ein Zyklus von vier Jahren in der Natur für sehr viele Dinge vorhanden ist, so werden wir sehen, dass nach dem vierten Jahre das betreffende Unkraut, das wir jährlich so behandeln, indem wir diesen Pfeffer ausstreuen, auf diesem Acker aufhört zu sein.

Feldmäuse:
Wir verschaffen uns zur Zeit des Stehens der Venus im Zeichen des Skorpions diesen Mäusebalg und verbrennen da diesen Mäusebalg, nehmen sorgfältig dasjenige, was sich da jetzt entwickelt an Asche, überhaupt an Bestandteilen, die herausfallen - es wird nicht viel sein, aber wenn man eben eine Anzahl von Mäusen hat, so ist es genügend, so ist es genug, was man da bekommt; und man bekommt jetzt den verbrannten Mäusebalg zur Zeit, als die Venus im Skorpion steht. Und in dem, was da durch das Feuer vernichtet wird, bleibt jetzt übrig die negative Kraft gegenüber der Reproduktionskraft der Feldmaus. Wenn Sie nun den auf diese Weise gewonnenen Pfeffer - die Dinge werden ja auf gewissen Gebieten schwierig, da können Sie sich die Sache noch mehr homöopathisch machen, wir brauchen nicht einen ganzen Suppenteller voll Pfeffer - ausstreuen auf Ihre Felder, wenn er richtig bei der Hochkonjunktion von Venus und Skorpion durch das Feuer hindurchgeleitet worden ist, so werden Sie darin ein Mittel haben, dass die Mäuse dieses Feld meiden. Nun sind sie freche Tiere, sie kommen wieder hervor, wenn der Pfeffer so ausgestreut ist, dass in der Nähe etwas pfefferlos geblieben ist. Da nisten sie sich wieder ein. Das heißt, die Wirkung strahlt weit aus, aber es könnte ja doch geschehen, dass die Dinge nicht ganz durchgeführt werden. Aber es ist ganz gewiss eine radikale Wirkung, wenn in der ganzen Nachbarschaft dasselbe gemacht wird.

KartoffelkaeferInsekten:
Da müssen Sie nun nicht nehmen irgendeinen Teil des Insekts wie bei der Maus, sondern Sie müssen das ganze Insekt nehmen. Denn eigentlich ist solch ein Insekt, das in der Wurzel sich schädlich ansetzt, als Ganzes ein Ergebnis kosmischer Einwirkungen. Es braucht nur zu seiner Unterlage die Erde. Da müssen Sie das ganze Insekt verbrennen. Es ist das beste, es zu verbrennen. Man kommt am schnellsten zu Rande. Man könnte es auch verwesen lassen, aber es ist schwer, die Verwesungsprodukte zu sammeln - man würde vielleicht gründlicheres erreichen; aber man erreicht ganz sicher auch dasjenige, was man will, durch das Verbrennen des ganzen Insekts. Es handelt sich darum, diese Verbrennung herbei zu führen. Man kann ja, wo es möglich ist, das Insekt aufbewahren, das Aufbewahrte als Getrocknetes dann verbrennen. Diese Verbrennung muss herbei geführt werden, wenn die Sonne im Zeichen des Stieres steht, gerade entgegengesetzt den Konstellationen, wo die Venus stehen muss, wenn man den Mäusebalgpfeffer herstellt. Denn die Insektenwelt hängt ganz zusammen mit den Kräften, die sich entwickeln, wenn die Sonne durchgeht durch Wassermann, Fische, Widder, Zwillinge bis zum Krebs hin; da erscheint es ganz schwach, wiederum schwach wird es beim Wassermann. Indem die Sonne durch diese Region durchgeht, strahlt sie diejenigen Kräfte, die mit der Insektenwelt zusammenhängen.
 


Quelle:
Steiner, R. (1999): Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft. Landwirtschaftlicher Kursus 1924. Sechster Vortrag; Rudolf Steiner Verlag, Dornach (CH)


Steiner nannte das veraschte Material Pfeffer. Mit Pflanzenpfeffer wurden wiederholt experimentelle Untersuchungen durchgeführt. Demgegenüber gibt es kaum Versuche mit der Veraschung tierischer Schädlinge.


 

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