Effekte der Präparate auf den Ertrag
1. Erträge einzelner Jahre
Die Wirkung der Präparate wurde meist in mehreren Jahren hintereinander auf den gleichen Standorten untersucht. Dabei zeigten sich wiederholt einige Besonderheiten:
- Die Präparate hatten nicht den gleichen Effekt in jedem Jahr.
- Die größten Unterschiede wurden meist in Jahren mit sehr niedrigem Ertragsniveau beobachtet.
- Die Anwendungshäufigkeit der Präparate war offensichtlich ohne Bedeutung für die Wirkung.
Offenbar hängen Präparateeffekte nicht allein vom Ertragsniveau eines Jahres ab.
Quelle:
SPIESS, H. (1978): Konventionelle und biologisch-dynamische Verfahren zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit. Diss. Uni Gießen
Präparierte Gülle brachte einen höheren Trockenmasse-Ertrag von Kleegras und steigerte tendenziell den Kleeanteil im Vergleich zu unpräparierter Gülle.
| Graslandaufwuchs und Kleeanteil nach unterschiedlich hoher Gülledüngung mit und ohne biologisch-dynamische Präparate |
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| Abele (1978) |
Quelle:
ABELE, U. (1978): Ertragssteigerung durch Flüssigmistbehandlung. KTBL-Schrift 224, Landw.-Verlag, Münster- Hiltrup.
2. Ertragsmittelwerte mehrerer Jahre
Im Mittel von acht Jahren gab es nur bei Kartoffeln einen signifikanten Mehrertrag durch die Präparate, nicht bei Roggen und Weizen. Die Variante RMBD umfasste die Anwendung aller Dünger- und Feldpräparate. Weitere Einzelheiten zur Versuchsanstellung siehe unter
Quelle:
RAUPP, J. (2001): Manure fertilization for soil organic matter maintenance and its effects upon crops and the environment, evaluated in a long-term trial. In: Rees, R.M.; Ball, B.C.; Campbell, C.D.; Watson, C.A. (eds.), Sustainable management of soil organic matter. CAB International, Wallingford UK; 301-308 Download the PDF file
3. Ertragseffekte in Jahren mit unterschiedlichem Ertragsniveau
In Abhängigkeit vom Ertragsniveau hatten die Präparate gegenläufige Effekte auf die Erträge verschiedener Kulturpflanzen.![]() |
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| Bivariate Korrelation zwischen dem Weizenertrag mit Rottemist-Düngung ohne Präparate (RM) und mit Präparaten (RMBD); Ergebnisse von 4 Wdh. je Variante aus 14 Jahren (n=55); die Hauptachse der Ellipse hat eine Steigung von <1 (p<0,05).
Raupp (1999)
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Gäbe es diesen gegensätzlichen Ertragsunterschied nicht, so lägen alle Punkte zufallsverteilt um die 45° Linie, und die Hauptachse der Ellipse hätte eine Steigung von 1.
Das gleiche Phänomen wurde in Varianten mit Anwendung von Hornmist und Hornkiesel beobachtet (Berechnungen von Raupp & König, 1996). Die Daten stammten von 28 verschiedenen Gefäß- und Feldversuchen, welche Spieß (1978) und Kotschi (1980) auf einem Standort in mehreren Jahren mit Getreide, Möhren, Rote Bete und Kartoffeln durchgeführt haben.
Quellen:
KOTSCHI, J. (1980): Untersuchung zur Wirkung der in der Biologisch-Dynamischen Wirtschaftsweise verwendeten Spritzpräparate "500" und "501" auf landwirtschaftliche Kulturpflanzen. Diss. Uni Gießen
RAUPP, J. (1999): Biodynamic approaches in research and development. In: Zanoli, R.; Krell, R. (eds.); Research Methodologies in Organic Farming. FAO Regional Office for Europe, REU Technical Series 58; 41-47 Download the PDF file
SPIESS, H. (1978): Konventionelle und biologisch-dynamische Verfahren zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit. Diss. Uni Gießen
Weitere Literatur zu diesem Phänomen:
KÖNIG, U.J. (1993): Systemregulierung - Ein Wirkungsprinzip der biologisch-dynamischen Präparate. In: Zerger, U. (Hrsg.); SÖL-Sonderausgabe Nr. 42, 394-396
RAUPP, J.; KÖNIG, U.J. (1996): Biodynamic preparations cause opposite yield effects depending upon yield levels. Biol. Agric. & Hort. 13, 175-188


