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Pflanzenzüchtung

Auszug aus dem Leitbild der Assoziation biologisch-dynamischer Pflanzenzüchter e.V:

Ziele

Wir wollen Sorten für eine menschengemäße Ernährung züchten.
Wir streben eine standortbezogene Züchtung an. Damit fördern wir regionale Vielfalt.
Wir wollen nach biologisch-dynamischen Gesichtspunkten Sorten für die Bedingungen des Ökologischen Landbaus züchten.
Unter “züchterischem Eingriff in die Pflanze" verstehen wir jede Selektionsentscheidung und Schaffung von Variation durch Kreuzung und Umweltgestaltung.
Wir wollen einer gemeinschaftlichen Entwicklung von Mensch, Erde und Pflanze Raum geben.


Züchtungsmethodik

Ziel der angewandten Züchtungsmethoden ist die Erhaltung und Stärkung des Lebenskräfte-Organismus der Pflanze durch Diversifizierung und regionale Anpassung.
Methoden, welche die Kräfteorganisation der Pflanze nachhaltig schwächen oder schädigen, werden abgelehnt.
Als Züchtungsmethoden nutzen wir die Selektion aus der sich bildenden Vielfalt, die klassische Kreuzungszüchtung und Methoden, die aus den Grundlagen der Biologisch-Dynamischen Landwirtschaft entwickelt wurden.
Grundlagen für diese Züchtungsmethoden bilden substanzielle Vergleiche, morphologische Analysen auf der Basis phänomenologisch-vergleichender Betrachtung und imaginatives Anschauen der Pflanze.
Diese Fähigkeiten können vom Züchter nur in Eigeninitiative entwickelt werden.
Züchtungsmethoden haben Auswirkungen auf das Verhältnis zum sozialen Umfeld. Die Sorten müssen nachbaufähig sein. Die Nachbaufähigkeit erfordert für die Weiterentwicklung der Züchtung verbindliche Nachbauregelungen.



Quelle: www.abdp.org


Ein von den Züchtern selbst entwickeltes Verfahren ist z.B. die Ährenbeetmethode. Näheres hierzu:
  • Irion, E. (2004) Das Ährenbeet mit Weizen - eine methodische Untersuchung. Lebendige Erde 3/2004; 42-45
  • Franzke, H. (2004) Zur Tauglichkeit des Ährenbeetes. Zum Beitrag von E. Irion in LE 3/2004. Lebendige Erde 4/2004; 68

Dietrich Bauer, ein biologisch-dynamischer Gemüsezüchter, nennt für die Züchtung vier Erkenntnismittel:

1. Die goetheanistische Betrachtungsweise,
2. Die Sensorik,
3. Die bildschaffenden Methoden,
4. Die imaginative Bildekräfte-Untersuchung nach Dorian Schmidt

Quelle: Bauer, D. (2004) Biologisch-dynamische Züchtung - warum? Lebendige Erde 4/2004; 6-7




 
      
Allgemeine Einführung zur Biologisch-dynamischen / ökologischen Züchtung

 

 

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