Stallmist und biologische Aktivität des Bodens
Stallmistdüngung (frisch oder verrottet) ergab unter verschiedenen Standortbedingungen eine höhere biologische Aktivität des Bodens als Mineraldüngung (Bachinger, 1996; Pettersson et al., 1992). Soweit die Parameter im Labor bestimmt wurden (z.B. Enzymaktivitäten oder mikrobielle Biomasse), sind die Ergebnisse allein auf qualitative Eigenschaften der Bodenproben zurückzuführen, da die Versuchsbedingungen konstant waren. Im Freiland jedoch sind die äußeren Bedingungen variabel, insbesondere die Bodentemperatur. Deshalb wurde untersucht, ob die Form der Düngung, indirekt über ihren Einfluß auf die Bestandesdichte, auch die Bodentemperatur und damit möglicherweise die Mineralisationsintensität verändert.
Literatur:
BACHINGER, J. (1996): Der Einfluß unterschiedlicher Düngungsarten (mineralisch, organisch, biologisch-dynamisch) auf die zeitliche Dynamik und die räumliche Verteilung von bodenchemischen und -mikrobiologischen Parametern der C- und N-Dynamik sowie auf das Pflanzen- und Wurzelwachstum von Winterroggen. Diss. Univ. Gießen. Schriftenreihe Bd. 7, Inst. f. biol.-dyn. Forschung, Darmstadt.
PETTERSSON, B.D.; REENTS, H.J.; WISTINGHAUSEN, E.v. (1992): Düngung und Bodeneigenschaften. Ergebnisse eines 32-jährigen Feldversuches in Järna, Schweden. Schriftenreihe: Band 2, Institut für biologisch-dynamische Forschung, Darmstadt.

