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Kurzbeschreibung der Tests

(entnommen aus RAUPP, 1998; Americ. J. Altern. Agr. 13, 138-144)

Zersetzungstests sind mit die älteste Möglichkeit, die Lagerfähigkeit von Erzeugnissen zu bestimmen, ohne einige Monate Lagerung abwarten zu müssen. Samaras (1978) bezieht sich auf Veröffentlichungen um 1940. Das Probenmaterial wird in Scheiben geschnitten oder geraspelt und in Wiederholungen für 8 - 11 Tage bei 20° C inkubiert. Der Trockenmasseverlust, die CO2-Abgabe oder visuelle Veränderungen (Farbwechsel, Wachstum von Mikroorganismen) während der Inkubation werden zur Charakterisierung der Proben benutzt. Die Methode von Samaras (1978) wurde in anderen Studien mit geringen Modifikationen angewendet: Inkubation bei 30° C (Abele, 1987), für nur zwei Tage bei 28° C (Wistinghausen, 1979) oder fünf Tage bei 22° C (Wistinghausen, 1984). Die genannten Autoren verwendeten Gemüse in den Tests; in anderen Untersuchungen wurde auch Getreide verwendet (Samaras, 1981; Spiess, 1978). Dieser Test wird manchmal auch Selbstzersetzungstest genannt, was keine zutreffende Bezeichnung ist. Denn am Abbau der Proben sind nicht nur produkteigene Enzyme beteiligt, sondern auch die einer epiphytischen, unspezifischen Mikroflora.

Extraktdunkelfärbung. Dieser Test wird hauptsächlich bei Kartoffeln angewendet und lässt sich auf eine Methode von Pettersson (1970) zurückführen. Geraspelte rohe Knollen werden ausgpresst, der Saft wird mit Wasser verdünnt (1:10), filtriert und im Dunkeln bei 6° C aufbewahrt. Die Extinktion des Extraktes wird bei 530 nm am Anfang und während der nächsten drei bis vier Tage gemessen. Die Ergebnisse werden auf einen standardisierten Trockenmassegehalt der Knollen umgerechnet. Durch eine Regressionsrechnung wird die Extinktion nach 48 Stunden ermittelt. Modifikationen sind bei Abele (1987) publiziert: Zentrifugation des Extraktes (20 min bei 6000 U min-1), Verdünnung auf 1:19 und Messung bei 400nm.

Elektrische Leitfähigkeit des Extraktes. Einzelheiten dieses Testes, welcher ebenfalls bei Kartoffelpresssaft angewendet wird, erhielt der Autor vor vielen Jahren von Pettersson (Nordischer Forschungsring, Järna, Schweden; pers. Mitteilung). Der Extrakt wird im Dunkeln bei 20° C aufbewahrt. Über mindestens 6 Tage wird täglich die elektrische Leitfähigkeit gemessen. Das Endergebnis ist LD / L0 * 100, wobei L0 die Leitfähigkeit zu Beginn ist und LD die Differenz zwischen den höchsten Meßwert und L0.

Literatur:

  • Abele, U. 1987. Produktqualität und Düngung - mineralisch, organisch, biologisch-dynamisch. Angewandte Wissenschaft, Heft 345; Münster-Hiltrup, Deutschland.
  • Pettersson, B.D. 1970. Verkan av växtplats, gödsling och tillväxtreglerande substanser på matpotatisens kvalitetsegenskaper. Nordisk forskningsring Meddelande Nr. 23
  • Samaras, F. 1981. Die epiphytische Mikroflora in Beziehung zu einigen biochemischen Merkmalen und zu einigen Kriterien der Verderbnisanfälligkeit ausgewählter Nahrungspflanzen, insbesondere Getreide. PhD Thesis Univ. Giessen; Publikation "Lebendige Erde", Darmstadt, Deutschland.
  • Samaras, I. 1978. Nachernteverhalten unterschiedlich gedüngter Gemüsearten mit besonderer Berücksichtigung physiologischer und mikrobiologischer Parameter. PhD Thesis Univ. Giessen; Publikation "Lebendige Erde", Darmstadt, Deutschland.
  • Spiess, H. 1978. Konventionelle und biologisch-dynamische Verfahren zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit. PhD Thesis Univ. Giessen; Publikation "Lebendige Erde", Darmstadt, Deutschland.
  • Wistinghausen, E.v. 1979. Was ist Qualität? Wie entsteht sie und wie ist sie nachzuweisen? Verlag Lebendige Erde, Darmstadt, Deutschland.
  • Wistinghausen, E.v. 1984. Düngung und biologisch-dynamische Präparate. Verlag Lebendige Erde, Darmstadt, Deutschland.
 

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