Wirkungen von Rottemist und biol.-dyn. Präparaten
seit 1992 Untersuchungen mit Kartoffeln
Dritte Phase (Schwerpunkt Ertragsbildung und Langzeiteffekte)
In einigen Zersetzungstests bessere Haltbarkeit der organisch gedüngten Kartoffeln.
Die Dunkelfärbung des rohen Presssaftes der Kartoffeln war in den Rottemistvarianten schwächer und die elektrische Leitfähigkeit des Saftes war geringer als bei den mineralisch gedüngten Kartoffeln.
Bei beiden Merkmalen trat mit der Steigerung der Düngermengen eine Verschlechterung ein.
Der einfachste Parameter in einem Zersetzungstest (die Abnahme der Trockenmasse der Probe) zeigte keine Düngungsunterschiede.
| RM | RMBD | MIN | niedrig | mittel | hoch | |
| deg 10 ¹ deg 14 |
29,4 35,6 |
23,7 32,1 |
26,6 37,4 |
25,7 30,5 |
26,6 37,6 |
27,4 36,9 |
| ext 48 ² | 71,67 b | 65,2 b | 105,31a | 75,82 a | 80,36 ab | 86,01 b |
| Leitf. 1 ³ Leitf. 3 Leitf. 9 |
689 1158 ab 1272 |
689 1117 b 1258 |
718 1239 a 1331 |
652 a 1105 1206 a |
719 b 1203 1318 b |
725 b 1205 1337 b |
| ¹ Zersetzung nach 10 und 14 Tagen (% TS-Verlust) ² Extraktdunkelfärbung (Extinktion nach 48 Stunden) ³ Elektrische Leitfähigkeit (µS/cm) nach 1, 3 und 9 Tagen |
||||||
![]() |
|
![]() |
|
![]() |
|
| Extinktion von Kartoffelextrakt infolge Düngung mit Rottemist ohne (RM) und mit biologisch-dynamischen Präparaten (RMBD) sowie mit Mineraldüngung; Untersuchung über 48 Std. im November 1999 |
Auch in späteren Jahren hatte der Extrakt der Rottemist-gedüngten Kartoffeln eine schwächere Dunkelfärbung (geringere Extinktion) als bei mineralisch gedüngten Kartoffeln. Dieser Unterschied war sofort bei Beginn des Testes (E0) messbar und blieb während der folgenden 2 Tage bestehen (E24 = nach 24 Std., E48 = nach 48 Std.), wobei die Extinktion allgemein anstieg, aber in unterschiedlichem Ausmaß. Während die Steigerung der Mistmenge die Dunkelfärbung reduzierte, führte die Erhöhung der Mineraldüngung zu einer stärkeren Dunkelfärbung, also zur Verschlechterung der Qualität. Die Abbildungen zeigen Ergebnisse vom November 1999 als Beispiel der Auswertung der Jahre 1997-99.
Ergänzung:
Literatur über Ergebnisse sowie Vor- und Nachteile von Zersetzungstests: RAUPP, J. (1998): Examination of some microbiological and biochemical parameters and tests of product quality used in a long-term fertilization trial. Amer. J. Alternative Agric. 13, 138-144
Kurze Information zur Methodik der Zersetzungstests.
|
|
| Infizierte Wurzellänge [%] der Kartoffelpflanzen in Ab- hängigkeit von Düngerart- und menge; ± Standartfehler; (Scharfy, 2005) |
Die Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (AMP) war durch Rottemistdüngung gefördert. Kartoffeln der Mistvarianten hatten einen höheren Anteil mit AMP infizierter Wurzellänge als mineralisch gedüngte Kartoffeln (für die hohe Düngungsstufe statistisch signifikant). Als Ursache derartiger Unterschiede wird oft der höhere Phosphorgehalt mineralisch gedüngter Böden angenommen, was in unserem Fall jedoch auszuschließen war.Bei uns waren die Gehalte an verfügbarem Phosphor in allen Varianten ungefähr gleich hoch. Es muss also eine spezifische Förderung der AMP durch Stallmist erfolgt sein.





