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Wirkungen von Rottemist und biol.-dyn. Präparaten



Langzeitversuch am IBDF Darmstadt (seit 1980)


seit 1992 Agrarökologie; Bestandesklima

Dritte Phase (Schwerpunkt Ertragsbildung und Langzeiteffekte)


Fragestellung:
Bei organischer Düngung entwickelt sich eine geringere Bestandesdichte, und die Sonneneinstrahlung auf die Bodenoberfläche wird stärker. Hat dies Konsequenzen für die Erwärmung des Bodens und die N-Mineralisation?
(Erläuterung der Fragestellung hier)

 

Bestandesdichte (ausgehend von 285 keimf. K. m-2) und rel. Lichteinfall (%) in den Roggenbestand in unterschiedlicher Höhe über dem Boden bei organischer und mineralischer Düngung (Raupp, 1999)
  Rottemist-
Düngung
Mineral-
düngung
Pflanzen je m-2
Ähren je m-2
197   
312 a
205   
361 b
Licht (%)     in 70 cm Höhe
in 30 cm Höhe   
in   5 cm Höhe
52,8 a
26,7 a
15,3 a
42,5 b
17,5 b
9,0 b
Werte einer Zeile mit verschiedenen Buchstaben
unterscheiden sich signifikant (p<0,05).
  

Geringerer Beschattungseffekt des lichteren, organisch gedüngten Roggenbestandes.
Die Bestandesentwicklung begann bei beiden Düngerarten mit der gleichen Pflanzenzahl, endete jedoch bei Mineraldüngung mit einer wesentlich höheren Ährendichte.
 
Wie erwartet reduzierte der dichtere Bestand auf jeder Messhöhe den Lichteinfall stärker.

 

 

 
 

 

Bodentemperatur (°C) zwischen den Getreidereihen in unterschiedlicher Bodentiefe an sonnigen und bedeckten Tagen bei Rottemist- (RM) und Mineraldüngung (MIN); Raupp (1999)
  sonnige Tage bedeckte Tage
morgens mittags abends morgens mittags abends
5 cm
RM
MIN
16,3
16,1
25,2 b
24,3 a
22,3 b
21,8 a
13,8
13,6
14,7
14,4
15,0
14,7
10 cm
RM
MIN
17,6
17,1
24,2 b
22,7 a
22,6 b
21,7 a
14,8
14,6
14,3
14,3
14,1
14,0
15 cm RM
MIN
17,2
16,9
22,4 b
21,8 a
22,1 b
21,3 a
15,0
14,8
14,8
14,6
14,5
14,3
Die Signifikanzkennzeichnung (p<0,05) bezieht sich jeweils
nur auf den Effekt der Düngung innerhalb einer Bodentiefe,
Tageszeit und eines Witterungstyps.

 

 

 

Tagesgang der Bodentemperatur war nur an den sonnigen Tagen messbar.
Bei der geringeren Beschattung in der Mistvariante erwärmte sich der Boden stärker. Der Effekt war noch in 15 cm Tiefe messbar und hielt bis zum Abend an.

An bedeckten Tagen zeigte die Bodentemperatur weder einen Tagesgang noch düngungsbedingte Unterschiede.

 


Auf die Nährstoffdynamik im Boden hatte die zeitweise bessere Erwärmung aufgrund geringerer Bestandesdichte jedoch keinen Einfluss. Die Netto-Nitratmineralisation eines Standardbodens (in PE-Beuteln in 5 cm Tiefe eingegraben) unterschied sich in den Rottemist- und den Mineraldünger-Beständen nicht signifikant (13,6 und 16,5 ppm Nitrat-N je g TS in MIN bzw. RM nach 6 Wochen Inkubation). Dafür waren die aufgetretenen Temperaturunterschiede zwischen den Varianten offenbar zu gering.


 

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