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Wirkungen von Rottemist und biol.-dyn. Präparaten



Langzeitversuch am IBDF Darmstadt (seit 1980)


1988-1991 Wachstum und Ertrag von Winterroggen

Zweite Phase (Schwerpunkt Bodenbiologie)


Quelle: BACHINGER (1996)
RoggenerträgeMit Mineraldüngung immer wesentlich höhere Roggenerträge.
Rottemistdüngung (RM, RMBD) brachte im Mittel 65 % des MIN-Ertrages. Die deutlichen Unterschiede bei einigen bodenbiologischen Merkmalen zwischen Rottemist- und Mineraldüngung sowie zwischen den Mistvarianten mit und ohne Präparate spiegelten sich nicht in Wachstums- oder Ertragsunterschieden von Roggen wieder. Die Steigerung der Düngermengen hat ebenfalls zu höheren Erträgen geführt.
 
Die Stroherträge zeigten eine ganz ähnliche Verteilung.
Der engste Zusammenhang zwischen den Ertragskomponenten und den geringeren Erträgen der organisch gedüngten Varianten ergab sich für die Kornzahl pro Ähre.

 
 

Wurzelmasse und -dichte von Roggen im Ober- und Unterboden bei Rottemist- oder Mineraldüngung, April 1990; Mittel der drei Düngungsstufen (Bachinger, 1996) *
                           Düngerart Oberboden: Unterboden:
Menge rel. zu MIN Menge rel. zu MIN
Aschefreie
Wurzelmasse 1
RM              0,125 a 103 0,018 ab 120
RMBD  0,140 a 115 0,021 b 140
MIN  0,122 a 100 0,015 a 100
Wurzeldichte 2 RM         400,4 a 119 35,2 a 86
RMBD 499,3 b 148 67,3 b 165
MIN 337,8 a 100 40,8 a 100
1 g/1000cm3; Oberboden: 0 - 30 cm; Unterboden: 30 - 60 cm
2 Wurzeln/100 cm2; Oberboden: 0 - 25 cm; Unterboden: 25 - 55 cm
Werte eines Horizontes mit verschiedenen Buchstaben unterscheiden
   sich signifikant (p<0,05).

 

Präparatevariante hatte höhere Wurzeldichte im Ober- und Unterboden.
Zusätzlich war die Wurzelmasse in der Präparatevariante im Unterboden gegenüber der mineralischen Variante erhöht. Rottemist ohne Präparate ergab bei keinem Merkmal einen Unterschied zur Mineraldüngung.
 
In einer früheren Untersuchung wurde ebenfalls ein dichteres Wurzelwachstum im Unterboden der Variante Rottemist plus Präparate festgestellt (Meuser, 1989).
 
Die Wurzelmasse reagierte also ganz anders als die oberirdische Pflanzenmasse, die in der mineralischen Variante deutlich grösser war als in den organischen.

 
 

 

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