Einfluß der biologisch-dynamischen Rottepräparate (502-507) auf den Rotteverlauf von Rinderstallmist während der Mietenkompostierung.
Autor: BOOS, M.
Jahr: 1995
Serie: Diplomarbeit Inst. f. Pflanzenernähr., Univ. Hohenheim
Keywords: Stallmist ; LVD1 ; Stoffbilanz ; Kompostierung ; Wirtschaftsdünger ; Temperatur ; Düngeraufbereitung ; Feldversuch ; Inhaltsstoffe
Abstract:
Bedingt durch den geringen Trockensubstanzgehalt und das enge C:N-Verhältnis des Ausgangsmaterials zeigten die Umsetzungsprozesse nur eine geringe Intensität (relativ schwache Temperaturentwicklung, niedrige Trockensubstanzverluste, Verschlechterung des Humifizierungsgrades, hoher Ammonium-N-Restgehalt). Die Wirkung der Präparate äußerte sich in einer allgemeinen Intensivierung der Vorgänge während der ersten beiden Rotteabschnitte (bis zum 21. bzw. 51. Rottetag). Es kam zu einer zeitweise erhöhten Mietenkerntemperatur, einer intensiveren CO2-Freisetzung, einem höheren Trockensubstanzverlust, einer besseren Humifizierung und einer stärkeren Abnahme des Ammonium-N-Gehalts. Aufgrund der insgesamt versuchsbedingt großen Streuungen ließ sich
allerdings nur das Ergebnis der CO2-Freisetzung im Inkubationsversuch statistisch absichern. Im letzten Rotteabschnitt (bis zum 189. Rottetag) war es dann die unpräparierte Kontrollvariante, in der die Rotte intensiver verlief. - Die Methode, Mistausgangsmaterial in Netzbeutel zu füllen und zu Rottebeginn an bestimmten Stellen der Versuchsmieten einzugraben, um mehrmals während der Rotte authentisches Probenmaterial entnehmen zu können, ohne wesentliche Störungen der Rotte zu verursachen, hat sich nur bedingt bewährt. Nur das Problem, ausreichend homogenes Probenausgangsmaterial zu erhalten, wurde befriedigend gelöst. Unterschiede in den Rottebedingungen der Einzelmieten und andere Streuungsursachen konnten durch die Methode jedoch nur teilweise ausgeglichen werden. Es haben sich jedoch Anhaltspunkte für methodische Verbesserungen ergeben.